SCHNITZLER Erfindungen

 

SCHNITZLER - Erfindungen, Ideen, Entwicklungen, Neugründungen und Patente.

 

Neugründungen 

 

Neugründung einer Stiftung.

Die Frank Christoph Schnitzler Stiftung

Idee, Begründung und Ursprung:

Schnitzler, Gründer der Frank Christoph Schnitzler-Stiftung zur Unterstützung und Förderung schwerstbehinderter und schwerkranker Menschen. Unter dem Leitsatz: „ Herzenswunsch “ hilft Schnitzler mit seinen Fähigkeiten und Möglichkeiten diesen Menschen den Alltag zu erleichtern und durch seine Erfindungen die Lebensqualität schwerstbehinderter und schwerkranker Menschen wesentlich zu verbessern. Schnitzler befasst sich seit 1990, damals Zivildienstleistender in einer WfB (Werkstatt für Behinderte) im „Haus am Berg“ (Heute Bruderhaus Diakonie, Stiftung Gustav Werner) in Bad Urach mit behinderten und kranken Menschen die auch „Herzenswünsche“ haben. Also Wünsche, die nicht in der Budgetierung der Krankenkassen, staatlichen oder anderen Fördermittel liegen. Dazu haben diese, meist in Heimen lebenden Menschen, wenig bis gar keinen Kontakt zur eigenen Familie oder Verwandten die solche „Herzenswünsche“ erfüllen könnten. Z.B.: Im Rollstuhl zum WC ist oft nicht möglich, weil die Pflegekräfte in den Heimen durch Unterbelegung im „Akkord“ Pflegedienstleistungen vollbringen müssen. Es fehlt oft nur an einer Halterung oder Vorrichtung damit der Behinderte wieder alleine zur Toilette gehen kann. Aber genau für das ist die Budgetierung nicht ausreichend. Oder einfach den behinderten und kranken Menschen ihren schon jahrelangen „Herzenswunsch“ endlich erfüllen zu können. Schnitzler möchte mit seiner Stiftung diese Lücken wieder schließen, um diesen Menschen somit wieder mehr Menschlichkeit, Lebensfreude und Lebensqualität in dem nicht immer einfachen Leben im Heim zurückzugeben. Schnitzler appelliert an andere Mitmenschen, doch einfach einmal ein Pflege- oder Behindertenheim zu besuchen, auch wenn man dort niemanden kennt, um zu sehen, was und wie diese Menschen arbeiten und wie sie leben. Möglichkeiten dazu geben die Heime mit einem „Tag der offenen Tür“.

 

 

 

 

Erfindungen

 

Achalmritterschaft Reutlingen e.V. Original-Logo 2011

 

 

 

Erfindung einer neuen Symbol- Kultur- und Narrenfigur

 

Der Reutlinger Achalmritter© oder Der Reutlinger Achalm-Ritter

 

Erfindung, Schaffung und Neugründung einer Narrengruppe / Narrenzunft / Musikkapelle / Kulturgruppe / Interessengemeinschaft.

Reutlinger Narrengruppe / Narrenzunft / Musikkapelle / Kulturgruppe / Interessengemeinschaft Achalmritter© Reutlingen

Bezeichnung der Freien Vereinigung: "Achalmritterschaft© Reutlingen" (Freie Vereinigung F.V.)

 

Erster Reutlinger Achalmritter Frank und Frei zu Reutlingen

Erster Reutlinger Achalmritter Frank und Frei zu Reutlingen

 

Idee, Begründung und Ursprung:

Weil die Narrenzunft „Achalmgautscher" 1987 Reutlinger Schandele des Männervereins 1863 Reutlingen e.V. seit einigen Jahren in den Fasnetsumzügen keine Musikkapelle mehr hat, machte sich Frank Christoph Schnitzler Gedanken was man unternehmen könnte.

Im Herbst 2008 hatte Frank Christoph Schnitzler die Idee eine Musikkapelle für die Narrenzunft „Achalmgautscher" 1987 Reutlinger Schandele zu gründen. Da sich Frank Christoph Schnitzler seit vielen Jahren mit der Schwäbisch-Alemannischen Fasnet und der frühzeitlichen Geschichte, nicht nur der Stadt Reutlingens beschäftigt, wusste er, dass auf der Burg Achalm seit 1030 Ritter verschiedener Ritterepochen waren. Diese "Achalmritter©", wie sie dann von Frank Christoph Schnitzler benannt wurden, waren maßgebender Ausschlag für die Namenserfindung und folglichen Namensgebung der neuen Reutlinger Narrengruppe / Narrenzunft / Musikkapelle / Kulturgruppe / Interessengemeinschaft Achalmritter© Reutlingen. So wurde nun aus der anfänglichen Idee einer "Lumpenkapelle" für die Reutlinger Schandele durch Frank Christoph Schnitzler die "Freie Vereinigung Achalmritterschaft© Reutlingen". (Fasnet, Februar 2010)

Diese neue historische Figur "Der Reutlinger Achalmritter©" kann auf ihren Ursprung bis in das Jahr 1030 zurückblicken.

So wurde aus Frank Christoph Schnitzler der erste "Reutlinger Achalmritter©" "Frank und Frei zu Reutlingen". Der Vater und Schöpfer der neuen historisch bedeutenden Figur "Der Reutlinger Achalmritter©" erfand und schuf diese im Februar 2010 und rief sie somit ins Leben der Stadt Reutlingen. 

Ein wesentlicher Bestandteil und Grund zur Schaffung dieser neuen Figur war für Frank Christoph Schnitzler die Tatsache, dass die "Schlacht um die Achalm" eigentlich erst anno 9. Juni 2009 endgültig und entschieden gewonnen wurde. Denn erst seit dieser Zeit darf die Stadt Reutlingen die Burg Achalm ihr Eigen nennen.

Die genaue Rittergewand- / Häsbeschreibung folgt.

Narrenruf: 3 x Achalm - Ritter

Historischer Hintergrund:

Frank Christoph Schnitzlers Idee und Erfindung der neuen Figur und gleichzeitig Narrengruppe / Narrenzunft / Musikkapelle / Kulturgruppe / Interessengemeinschaft Achalmritter© Reutlingen begründet er mit dem historischen Hintergrund der Namensentstehung der Achalm selbst. Er möchte den Reutlingern ihre, leider in Vergessenheit geratene, Achalmritter© zurückgeben. Die Reutlinger Achalmritter© sollen die Reutlinger und andere daran erinnern, woher der Name Achalm überhaupt stammt und wie sie zur Marienkirche kamen. Ohne Die Reutlinger Achalmritter©, die das historische Stadtbild der Stadt Reutlingen geprägt haben, gäbe es heute die Marienkirche nicht. Nachweislich eine der schönsten Kirchen Deutschlands.

Philosophie der "Freien Vereinigung Achalmritterschaft© Reutlingen"

Diese Freie Vereinigung Narrengruppe / Narrenzunft / Musikkapelle / Kulturgruppe / Interessengemeinschaft Achalmritter© Reutlingen soll die Stadt Reutlingen nach außen hin vertreten, sowie die Stadt selbst nun auch ihre Ritterschaften in "einer eigenen Figur" präsentieren kann. Diese Figur / Freie Vereinigung, so die Idee Frank Christoph Schnitzlers, kann / soll an historischen und kulturellen Festen wie Reutlinger Schwörtag, Heimattagen, Festumzügen, Narrentreffen, Mittelalterlichen Treffen sowie an anderen kulturellen Veranstaltungen, an die Ritterschaften in und um Reutlingen erinnern.

Das soziale Engagement ist eine Grundlage dieser Vereinigung und liegt im Sinne des Gründers und Schirmherrn Frank Christoph Schnitzler. Die Förderung, Anteilnahme, Unterstützung und Mitwirkung an sozialen Projekten, Aktionen und Veranstaltungen von und für behinderte, kranke, sowie aus der Gesellschaft ausgeschlossene Mitmenschen, soll eine Grundbasis dieser Vereinigung sein. Auftritte und Aktionen jeglicher Art, in Pflegeeinrichtungen wie Krankenhäuser, Heimen und anderen sozialen Einrichtungen sollen uns und diesen dort lebenden Mitmenschen fröhliche Stunden bereiten, um Sorgen und Alltagsprobleme etwas vergessen zu lassen. Im sozialen Engagement und verantwortlichen, also "Ritterlichen", Handeln an unseren Mitmenschen liegt eine der Hauptinteressen dieser Vereinigung.

Interessengemeinschaft zur Rekonstruktion und Wiederaufbau der Burg Achalm innerhalb der "Freien Vereinigung Achalmritter© Reutlingen"

Durch Auftritte, Konzerte, Ritterliche Festspiele, Mittelalterliche Märkte, verschiedene andere Aktionen und Veranstaltungen der Achalmritter© Reutlingen, sollen Gelder, Fördermittel und Spenden zur Rekonstruktion der Burg Achalm eingehen. Eine Vision, Idee und zugleich größter Wunsch des Visionärs Frank Christoph Schnitzlers ist es, dass man einmal Burgführungen in der wieder aufgebauten Burg Achalm machen kann. Die Einnahmen durch Eintrittsgelder, Burgführungen, Festivals und Rittertreffen auf der Burg Achalm kämen der "Freien Vereinigung Achalmritter© Reutlingen" und der Eigentümerin selbst, der Stadt Reutlingen, zugute, schafft neue Arbeitsplätze rund um die Burg Achalm und ein neues Marketingkonzept für die Stadt Reutlingen kann entwickelt werden. Darüber hinaus hätte die Stadt Reutlingen eine weitere einzigartige Sehenswürdigkeit anzubieten.

 

Zum Reutlinger Achalmritter© wird man geschlagen...

mit zur Philosophie Frank Christoph Schnitzlers und dieser "Freien Ritterlichen Vereinigung Achalmritter© Reutlingen" gehört, dass es bei den Achalmritter© Reutlingen keine "Mitglieder" im Sinne eines Vereins gibt, sondern bei den Achalmritter© Reutlingen wird man nach Ritterlicherm Brauch zum Ritter geschlagen.

Dies hat den Vorteil, dass man in dieser "Freien Vereinigung" im wahrsten Sinn des Wortes auch frei ist. Dies bedeutet, dass es bei dieser Freien Vereinigung keine vereinsrechtlichen Verpflichtungen und keine Vereins-Hierarchien gibt. Es liegt im Sinne des Gründers und Schirmherrn Frank Christoph Schnitzlers ("Erster Reutlinger Achalmritter© Frank und Frei zu Reutlingen"), Menschen in dieser Vereinigung auf- und anzunehmen, die aus Überzeugung an der Grundphilosophie des sozialen Engagement der Freien Vereinigung und Freude am Mittelalterlichen, Kulturellen, und Musikalischen haben. Sie sollen aus freier Entscheidung kommen und auch wieder gehen dürfen. Es soll zwanglos und absolut frei sein. Es gibt folglich auch keine Aufnahmeformulare / Mitgliedsformulare oder ähnliches. Vielmehr gibt es Auszeichnungen wie Ritter-Urkunden und Ritter-Orden für langjähriges Engagement und Mitarbeit in der Freien Vereinigung. Es gibt keine Mitgliedsbeiträge oder ähnliche Bindungen. Für Geld- und Sachspenden sind die Reutlinger Achalmritter© immer dankbar.

Die historische, offizielle und feierliche Gründung der "Freien Vereinigung Achalmritter Reutlingen" zu Ehren der Stadt Reutlingen vom Gründer und Schirmherr Frank Christoph Schnitzler, "Erster offizieller Reutlinger Achalmritter Frank und Frei zu Reutlingen", soll der Jahrestag zur Übergabe der Achalm an die Stadt Reutlingen anno 9. Juni 2010 auf der Burg Achalm direkt am Bergfried in der Mitte des Tages um 12 Uhr sein.

Zur Erklärung der neuen historischen Figur Der Reutlinger Achalmritter©

Frank Christoph Schnitzler geht es nicht darum irgendeine Narrenfigur zu schaffen, damit man zu den sowieso schon vielen und leider auch historisch völlig unbegründeten "Fantasie-Narrenzünften" noch eine hinzufügt, sondern vielmehr eine die, so die Meinung Frank Christoph Schnitzlers, schon lange für die Stadt Reutlingen wichtig war und ist. Aus historischer Sichtweise sogar die wichtigste und bedeutendste Figur Reutlingens überhaupt, da die Ritterschaften in und um Reutlingen die Stadt wesentlich geprägt und das heutige historische Stadtbild beeinflusst haben. Frank Christoph Schnitzler ist sogar der Meinung, dass die Erfindung dieser Figur wohl völlig vergessen worden sei, weil es ohne die Ritter in Reutlingen heute ganz anders aussehen würde, und deshalb gerade diese Figur äußerst bedeutsam für die Stadt Reutlingen ist.

Den "Reutlinger Achalmritter" erfand und entwickelte Frank Christoph Schnitzler zu Ehren der neuen Burgbesitzerin und Burgherrin, die Stadt Reutlingen, die seit 9. Juni 2009 nicht "nur" die Hochburg Achalm besitzt, sondern standesgemäß auch offiziell ab 9. Juni 2010 ihre eigene Ritterschaft dazu präsentieren kann.

Da Reutlingen durch mehrere alemannische Teilsiedlungen, wie beim heutigen Friedhof unter den Linden, entstand und bereits im 5. Jahrhundert urkundlich erwähnt wurde, hat Reutlingen historisch nachgewiesene alemannische Wurzeln. Schon die Endsilbe "-ingen" weist auf einen alemannischen Landsitz hin.

Aus dieser Historie heraus ist die Figur Der Reutlinger Achalmritter© schwäbisch-alemannischen Ursprungs und auch berechtigt diesen "Titel" tragen zu dürfen, so die Meinung Frank Christoph Schnitzlers.

Bei der Figur Der Reutlinger Achalmritter© geht es Frank Christoph Schnitzler nicht um einen bestimmten Ritter der damaligen verschiedenen Ritterepochen, sondern vielmehr um die Verkörperung aller Ritter in und um Reutlingen überhaupt. Die wichtigsten fünf Ritterepochen sollen hier kurz beschrieben werden:

Anno 1030 begann der Bau der Höhenburg Achalm durch Graf Egino und wurde nach dessen Tod von seinem Bruder Graf Rudolf fertiggestellt. Die damit verbundenen Herrschaftsrechte hatten über Jahrhunderte wichtige Bedeutung für die Stadt Reutlingen. In dieser Ritterepoche entstand auch der Name der Achalm, wie in der Ballade von Ludwig Uland 200 Jahre später beschrieben.

Anno 1247 wurde die Stadt Reutlingen durch Anhänger des Gegenkönigs Heinrich Rapse belagert. Aus Dankbarkeit der Reutlinger Bürger über die überstandene Belagerung begannen die Reutlinger mit dem Bau der Marienkirche. Nachweislich eine der schönsten Kirchen Deutschlands.

Anno 1377 begann die "Schlacht bei Reutlingen" eines württembergischen Ritteraufgebots unter Graf Ulrich.

Anno 1519 überfiel Herzog Ulrich die Stadt Reutlingen, die jedoch rasch durch den Schwäbischen Bund wieder befreit wurde.

Anno 9. Juni 2009 ging die Achalmburg erstmals seit 920 Jahren in den Besitz der Stadt Reutlingen über. Seit 26. Februar 2010 halten die Reutlinger Achalmritter in einem original erhaltenen Zwingerturm (Wehrturm) regelmäßig ihre Sippungen und Rittermahle in ihren Tafelrunden ab.

Wie bereits oben beschrieben, handelt es sich bei der Figur nicht um einen bestimmten Ritter einer bestimmten Ritterepoche sondern vielmehr um die Verkörperung in einer Figur aller damaligen Ritterschaften in und um Reutlingen. So sollen nun diese Ritter mit der neuen Figur nicht mehr in Vergessenheit geraten und jährlich an der Fasnet und anderen heimatlichen Brauchtumsfeste und in den Festumzügen das Straßenbild Reutlingens mitprägen. Um diese verschiedenen Ritterepochen und die nun zur Reutlinger Achalmburg gehörenden "Reutlinger Achalmritter" in einer Figur darzustellen, möchte Frank Christoph Schnitzler, der Vater und Schöpfer dieser Figur, zu Ehren der Stadt Reutlingen die Reutlinger Stadtfarben im Rittergewand / Häs zum Ausdruck bringen. Auch das Stadtwappen und das Wappen der letzten Ritterepoche (Das Wappen des Landkreises Reutlingen) soll auf dem Rittergewand / Häs den Reutlinger Achalmrittern© und somit der Stadt Reutlingen selbst die Ehre zur Burgübergabe am 9. Juni 2009 geben. So die Idee Frank Christoph Schnitzlers.

Die Reutlinger Achalmritter© oder Achalmritter Reutlingen©, wie herum auch immer, sollen erstmals als Musikkapelle in Erscheinung treten, da, wie aus dem Ursprung dieser Idee von Frank Christoph Schnitzler, der bereits bestehenden Narrenzunft „Achalmgautscher" 1987 Reutlinger Schandele, eine Musikkapelle in den Fasnetsumzügen fehlt. Da die Achalmritter Reutlingen© aber eine völlig unabhängige "Freie Vereinigung" darstellen, können sie auch jederzeit als Einzelgruppe auftreten.

So macht nun die Erfindung dieser Figur Der Achalmritter Reutlingen© einen historischen Sinn in der Stadtgeschichte Reutlingens.

Weblink: www.achalmritter-reutlingen.npage.eu

 

Hier eine mögliche Herkunft des Namens Achalm:

Der Legende nach soll der Name des Berges bzw. der vormaligen Burg auf die letzten Worte des in Folge eines Mordanschlags tödlich getroffenen Burgherrn Graf Egino zurückgehen. In seinem Todeskampf seien dessen letzte Worte „Ach Allm…“ gewesen, wobei er den gemeinten Ausruf „Ach Allmächtiger!“ aufgrund des eintretenden Todes nicht mehr habe aussprechen können.

„Ach Allm –!" stöhnt' einst ein Ritter; ihn traf des Mörders Stoß;
„Allmächt'ger!" wollt er rufen, – man hieß davon das Schloß.
Herr Ulrich sinkt vom Sattel halb tot, voll Blut und Qualm,
Hätt' nicht das Schloß den Namen, man hieß' es jetzt Achalm.

Allerdings ist der Name Achalm weitaus unspektakulärer Herkunft.
Achalm bedeutet schlicht "Ache" (Bach) "an der Alm" (Bergweide) - also Bach, der an einer Bergweide entlang führt.

Ballade von Ludwig Uhland

Die Schlacht bei Reutlingen


Zu Achalm auf dem Felsen, da haust manch kühner Aar,
Graf Ulrich, Sohn des Greiners, mit seiner Ritterschar;
Wild rauschen ihre Flügel um Reutlingen, die Stadt,
Bald scheint sie zu erliegen, vom heißen Drange matt.

Doch plötzlich einst erheben die Städter sich zu Nacht;
In's Urachtal hinüber sind sie mit großer Macht,
Bald steigt von Dorf und Mühle die Flamme blutig rot,
Die Herden weggetrieben, die Hirten liegen tot.

Herr Ulrich hat's vernommen, er ruft im grimmen Zorn:
„In eure Stadt soll kommen kein Huf und auch kein Horn!"
Da sputen sich die Ritter, sie wappnen sich in Stahl,
Sie heischen ihre Rosse, sie reiten stracks zutal.

Ein Kirchlein stehet drunten, Sankt Leonhard geweiht,
Dabei ein grüner Anger, der scheint bequem zum Streit.
Sie springen von den Pferden, die ziehen stolze Reihn,
Die langen Spieße starren; wohlauf! wer wagt sich drein?

Schon ziehn vom Urachtale die Städter fern herbei:
Man hört der Männer Jauchzen, der Herden wild Geschrei,
Man sieht sie fürder schreiten, ein wohlgerüstet Heer;
Wie flattern stolz die Banner! wie blitzen Schwert und Speer!

Nun schließ dich fest zusammen, du ritterliche Schar!
Wohl hast du nicht geahnet so dräuende Gefahr.
Die übermächt'gen Rotten, sie stürmen an mit Schwall,
Die Ritter stehn und starren wie Fels und Mauerwall.

Zu Reutlingen am Zwinger, da ist ein altes Tor,
Längst wob mit dichten Ranken der Efeu sich davor,
Man hat es schier vergessen, nun kracht's mit einmal auf,
Und aus dem Zwinger stürzet gedrängt ein Bürgerhauf.

Den Rittern in den Rücken fällt er mit grauser Wut,
Heut will der Städter baden im heißen Ritterblut.
Wie haben da die Gerber so meisterlich gegerbt!
Wie haben da die Färber so purpurrot gefärbt!

Heut nimmt man nicht gefangen, heut geht es auf den Tod,
Heut spritzt das Blut wie Regen, der Anger blümt sich rot.
Stets drängender umschlossen und wütender bestürmt,
Ist rings von Bruderleichen die Ritterschar umtürmt.

Das Fähnlein ist verloren; Herr Ulrich blutet stark,
die noch am Leben blieben, sind müde bis ins Mark.
Da haschen sie nach Rossen und schwingen sich darauf,
Sie hauen durch, sie kommen zur festen Burg hinauf.

„Ach Allm –!" stöhnt' einst ein Ritter; ihn traf des Mörders Stoß;
„Allmächt'ger!" wollt er rufen, – man hieß davon das Schloß.
Herr Ulrich sinkt vom Sattel halb tot, voll Blut und Qualm,
Hätt' nicht das Schloß den Namen, man hieß' es jetzt Achalm.

Wohl kommt am andern Morgen zu Reutlingen ans Tor
Manch trauervoller Knappe, der seinen Herrn verlor.
Dort auf dem Rathaus liegen die Toten all gereiht,
Man fährt dahin die Knechte mit sicherem Geleit.

Dort liegen mehr denn sechzig, so blutig und so bleich,
Nicht jeder Knapp erkennet den toten Herrn sogleich.
Dann wird ein jeder Leichnam von treuen Dieners Hand
Gewaschen und gekleidet in weißes Grabgewand.

Auf Bahren und auf Wagen getragen und geführt,
Mit Eichenlaub bekränzet, wie's Helden wohl gebührt,
So geht es nach dem Tore, die alte Stadt entlang,
Dumpf tönet von den Türmen der Totenglocken Klang.

Götz Weißenheim eröffnet den langen Leichenzug,
Er war es, der im Streite des Grafen Banner trug,
Er hatt es nicht gelassen, bis er erschlagen war,
Drum mag er würdig führen auch die tote Schar.

Drei edle Grafen folgen, bewährt in Schildesamt,
Von Tübingen, von Zollern, von Schwarzenberg entstammt.
O Zollern! deine Leiche umschwebt ein lichter Kranz:
Sahst du vielleicht noch sterbend dein Haus im künft'gen Glanz?

Von Sachsenheim zween Ritter, der Vater und der Sohn,
Die liegen still beisammen in Lilien und in Mohn.
Auf ihrer Stammburg wandelt von altersher ein Geist,
Der längst mit Klaggebärden auf schweres Unheil weist.

Einst war ein Heer von Lustnau vom Scheintod auferwacht,
Er kehrt' im Leichentuche zu seiner Frau bei Nacht,
Davon man sein Geschlechte die Toten hieß zum Scherz,
Hier bringt man ihrer einen, den traf der Tod ins Herz.

Das Lied, es folgt nicht weiter, des Jammers ist genug.
Will jemand alle wissen, die man von dannen trug:
Dort auf den Rathausfenstern, in Farben bunt und klar,
Stellt jeden Ritters Name und Wappenschild sich dar.

Als nun von seinen Wunden Graf Ulrich ausgeheilt,
Da reitet er nach Stuttgart, er hat nicht sehr geeilt;
Er trifft den alten Vater allein am Mittagsmahl:
Ein frostiger Willkommen! kein Wort ertönt im Saal.

Dem Vater gegenüber sitzt Ulrich an den Tisch,
Er schlägt die Augen nieder, man bringt ihm Wein und Fisch;
Da faßt der Greis das Messer, und spricht kein Wort dabei,
Und schneidet zwischen beiden das Tafeltuch entzwei.

Graf Ulrich "der Vielgeliebte" (Er hatte drei Ehefrauen: Margarethe von Cleve, Elisabeth von Bayern-Landshut und Margarethe von Savoyenwar) der Sohn von Graf Eberhard IV. von Württemberg und Henriette von Mömpelgard. Graf Ulrich lebte von 1413-1480. Er war von 1433-1441 Graf von Württemberg und von 1441-1480 Graf von Württemberg-Stuttgart. 

 

 

Frank Christoph Schnitzler, als erster "Reutlinger Achalmritter©" Frank und Frei zu Reutlingen"

(im vorläufigen Rittergewand).

Eng verwurzelt mit der Schwäbisch-Alemannischen Fasnet.

Schöpfer und Gründer der "Freien Ritterlichen Vereinigung Achalmritterschaft© Reutlingen"

mit der Narrenzunft Schandele der Achalmgautscher des Männervereins Reutlingen 1863 e.V.

 

(Fasnet Engstingen 2010)

 

 

 

 

Patente

 

Patentanmeldungen von Frank Christoph Schnitzler werden mit der Patentnummer nachgetragen.